Es klingt banal, ist aber messbar: Farbe verkauft. Farbige Werbeanzeigen werden bis zu 42 Prozent häufiger gelesen als ihre monochromen Pendants. Blau signalisiert Vertrauen, Grün steht für Erneuerung – Farbe ist kein ästhetisches Beiwerk, sondern ein strategisches Kommunikationsinstrument. Wer das ignoriert, verschenkt Potenzial. 

Doch zwischen dem Wissen um die Wirkung von Farbe und deren präziser Reproduktion klafft in der Praxis oft eine erhebliche Lücke. Konventionelle CMYK-Druckverfahren stoßen bei kräftigen Pinks, tiefen Blautönen oder Neongrün schnell an ihre physikalischen Grenzen. Das Ergebnis: Druckerzeugnisse, die hinter den digitalen Entwürfen zurückbleiben – und damit hinter den Erwartungen der Kund*innen.

Jenseits von CMYK: Erweiterung des Farbraums


Hier kommt die High-Chroma-Technologie ins Spiel. Der Kern der Innovation liegt in der Materialwissenschaft: Durch Nano-Pigment-Technologie und präzise Dispersion entstehen kleinere, reinere Pigmentpartikel, die Licht wirkungsvoller streuen und so die wahrgenommene Farbsättigung spürbar erhöhen. Kombiniert mit fortschrittlichen Harzsystemen entsteht ein Finish, das gleichmäßiger, leuchtender und substratunabhängig stabiler ist als alles, was konventionelle Toner bisher leisten konnten. 

Das Ergebnis ist sichtbar: tiefere Rottöne, kräftigere Blautöne, strahlendere Gelbtöne. Farben, die nicht mehr wie gedruckt wirken – sondern wie erlebt. Und da die Formulierungen gezielt auf UV-Resistenz ausgelegt sind, bleibt diese Wirkung auch langfristig erhalten. Der Farbraum, der bislang im Digitaldruck erreichbar war, wird damit signifikant erweitert.  

„Der Digitaldruck hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht – aber beim Thema Farbraum blieb vieles Wunschdenken. Mit High Chroma wird auch diese Lücke geschlossen“, sagt Ines Wennemann, Senior Product Manager Professional Printing bei Konica Minolta. 

"Der Digitaldruck hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht – aber beim Thema Farbraum blieb vieles Wunschdenken. Mit High Chroma wird auch diese Lücke geschlossen."

Ines Wennemann, Senior Product Manager Professional Printing bei Konica Minolta

Ines Wennemann Konica Minolta

Wie verändert High Chroma den Workflow? 

Technologische Exzellenz nützt wenig, wenn der Workflow übermäßig kompliziert wird. Hier unterscheidet sich High Chroma von manchem Innovationsversprechen der Branche: Der Wechsel zwischen High-Chroma- und Standard-CMYK-Modus erfolgt ganz einfach, ohne mühsame Anpassungen. 

Für Druckbetriebe bedeutet das maximale Flexibilität im Tagesgeschäft. Kreative Sonderaufträge und volumenstarke Standardjobs lassen sich auf demselben System abwickeln – eine 2-in-1-Lösung, die Investitionen schützt und gleichzeitig neue Märkte erschließt. 

Wie High Chroma zum Umsatzhebel wird 

Ob Kunstdruck oder Großplakat, ob Fine-Art-Fotografie oder Point-of-Sale-Display: High Chroma ist nicht auf eine Nische beschränkt. Die Technologie bedient gleichermaßen Fotografen, die digitale Werke mit höchster Farbtreue ausgeben wollen, Marken, die in lebhaften Einzelhandelsumgebungen Aufmerksamkeit erzeugen müssen, und Werbeagenturen, die aus der Masse herausstechen wollen. 

Auch in Sachen Ökologie punkten High-Chroma-Systeme. Sie setzen auf energieeffiziente Technologien und umweltfreundliche Toner, die Abfall reduzieren und Ressourcen schonen. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeitsanforderungen von Kund*innen und Regulatoren gleichermaßen steigen, ist das kein Marketingargument – es ist eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. 

High Chroma in der Praxis

High Chroma Beispiel

Jenseits von CMYK: Die AccurioPress C84hc ermöglicht leuchtende und lebendige Farben, bietet effizientes Finishing und intelligente Automatisierung. Erfahren Sie mehr über das einzigartige digitale Farbdrucksystem von Konica Minolta oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch! 

Fazit: Wer Farbe unterschätzt, unterschätzt den Markt 

Die Kombination aus erweitertem Farbraum, materialwissenschaftlicher Präzision, operativer Flexibilität und ökologischer Verantwortung eröffnet neue Chancen für eine Branche, die sich im strukturellen Wandel befindet. Für Entscheider*innen in Druckbetrieben, Agenturen und Marketingabteilungen stellt sich damit weniger die Frage, ob sie auf High Chroma setzen werden – sondern wann.

Weißdruck – die Renaissance eines Farbtons

Die Farbe Weiß spielt im modernen Druck immer öfter eine wichtige Rolle als Gestaltungselement. Denn technische Entwicklungen im Digitaldruck ermöglichen heute ihren wirtschaftlichen und flexiblen Einsatz. Welche Erfahrungen machen Kreativagenturen und Druckprofis mit der ehemaligen „Hintergrundfarbe“? 

Weissdruck

Häufig gestellte Fragen

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